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Mittwoch, 9. Dezember 2015
geht wieder... nee.. echt
mata, 11:33h
Nichtmal eine Stunde später... 30 Minuten heulen und lesen einiger Angehörigentagebücher später geht es mir etwas besser. Der Gedankenkreislauf ist erstmal gestoppt.. neue Bewältigungsstrategien gesucht... manchmal bin ich stolz auf mich selber... wie kann man nur so oft wieder aufstehen...?!
Danke an all die Soldatenfrauen für die offene Art zu schreiben.. und ein Satz ist mir dabei am meisten im Kopf geblieben, festgesetzt und hat mich aufgemuntert: Auch wir können die Zeit nicht zurückdrehen und das neue, was uns überrumpelt hat aus unseren Erlebnissen verbannen.
Danke!
Wie oft habe ich meinem Mann schon gesagt, dass ihm die Bilder nicht genommen werden können. Erlebtes ist erlebt, aber man kann leben es ins Leben und dessen Biografie zu übernehmen.
Ich habe nun also Kontakt zu der Bundeswehr.. das muß ich mir erstmal eingestehen.. ich alter Kriegsgegener muß mich mit dem Verein nun auseinander setzen und er gehört nun zu meinem LEben. Längst hat es meine Studienschwerpunkte beeinflusst und damit hätte ich eigentlich schon merken müssen, dass es nun unweigerlich zu meinem LEben dazu gehört.
Also habe ich nun das nächste Familienbetreuungszentrum angerufen.. irgendwie muß ich nun die Bundeswehr in mein LEben lassen.. hab ich ja mit meinem Mann schon irgendwie..
Ich glaube diese Erkenntnis ist neu für mich und neu auch für die Bundeswehr.. aufeinmal suchen Menschen von außerhalb Anlaufstellen bei der BW...
Schon länger habe ich das Problem, das Freunde und Familie unsere Situation nicht nachvollziehen und verstehen können. Besonders das auf und ab.. es scheint als erwarte jeder, dass es doch nun auch mal besser werden würde.... aber das ist nicht so.
Es gibt gute Tage und schlechte Tage.. und ich brauche Menschen, die das nachvollziehen können. Da sich mein Freundeskreis in den letzten Jahren eh minimiert hat, wird es wohl Zeit für neue Ufer... neue Kontakte...
Neues Jahr, neues Leben......
Und ich werde Zeit brauchen und mich entscheiden müssen, ob ich das so kann.
Danke an all die Soldatenfrauen für die offene Art zu schreiben.. und ein Satz ist mir dabei am meisten im Kopf geblieben, festgesetzt und hat mich aufgemuntert: Auch wir können die Zeit nicht zurückdrehen und das neue, was uns überrumpelt hat aus unseren Erlebnissen verbannen.
Danke!
Wie oft habe ich meinem Mann schon gesagt, dass ihm die Bilder nicht genommen werden können. Erlebtes ist erlebt, aber man kann leben es ins Leben und dessen Biografie zu übernehmen.
Ich habe nun also Kontakt zu der Bundeswehr.. das muß ich mir erstmal eingestehen.. ich alter Kriegsgegener muß mich mit dem Verein nun auseinander setzen und er gehört nun zu meinem LEben. Längst hat es meine Studienschwerpunkte beeinflusst und damit hätte ich eigentlich schon merken müssen, dass es nun unweigerlich zu meinem LEben dazu gehört.
Also habe ich nun das nächste Familienbetreuungszentrum angerufen.. irgendwie muß ich nun die Bundeswehr in mein LEben lassen.. hab ich ja mit meinem Mann schon irgendwie..
Ich glaube diese Erkenntnis ist neu für mich und neu auch für die Bundeswehr.. aufeinmal suchen Menschen von außerhalb Anlaufstellen bei der BW...
Schon länger habe ich das Problem, das Freunde und Familie unsere Situation nicht nachvollziehen und verstehen können. Besonders das auf und ab.. es scheint als erwarte jeder, dass es doch nun auch mal besser werden würde.... aber das ist nicht so.
Es gibt gute Tage und schlechte Tage.. und ich brauche Menschen, die das nachvollziehen können. Da sich mein Freundeskreis in den letzten Jahren eh minimiert hat, wird es wohl Zeit für neue Ufer... neue Kontakte...
Neues Jahr, neues Leben......
Und ich werde Zeit brauchen und mich entscheiden müssen, ob ich das so kann.
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"Ich"
mata, 10:25h
Eigentlich weiß ich nicht so recht, was ich nun schreiben soll. Mal wieder drehen die Gedanken im Kopf, sie drehen sich und drehen sich... aber ein vorran ist nicht zu sehen.
Ich will endlich wieder leben!
Alles dreht sich nun noch um ihn, jede Frage nach "Wie geht es dir" muß ich mit einen naja beantworten. Immer wieder kann ich nur sagen, dass es gute und schlechte Tage gibt, und mit jedem schlechten Tag reißt es mich ein wenig tiefer. Mir fehlt immer mehr die Kraft, woher soll ich auch neue aufbauen? Fortschritte sehe ich nicht, an der Arbeit nörgelt er nur rum. Die Tatsache, das Beruf und Hobby gleichermaßen gestrichen sind macht ihn fertig, jeden Hinweis auf neue Hobbys ignoriert er. Neuerdings hat er sich in den Kopf gesetzt, bei einer veränderten politischen Lage nochmal für die Demokratie zu kämpfen. Kämpfen für Demokratie.. er kämpft nicht für sein eigenes LEben, nicht für sich, für uns als Familie, als Paar oder für seine Kinder... aber fürs Vaterland... ich weiß nicht ob kotzen oder heulen die bessere Reaktion ist. Ich bin wütend, ja! Und endtäuscht. Alles was wir jemals für ihn waren steht grad hinter dem Scheffel der Bundeswehr. Er hat einen Antrag auf Wiedereinstellung gestellt und es geht nun etwas vorran.. ich gehe davon aus, dass er seine Arbeitsstelle aufgeben wird und spätestens im April, Mai nächsten Jahres wieder beim Bund ist.
Es scheint wie eine Droge zu sein, PSychologen nennen es Stockholm Syndrom, meine ich.. ich muß es mal googeln... der Schänder steht auf einmal als der große Retter da. Alles wird in seinen Augen wieder gut, wenn er im Schoß der Bundeswehr zurück ist. Die haben ihm die Mutti ersetzt und jetzt, wo jemand von ihm verlangt eigenständig zu sein, muß er zurück in Muttis Schoß. Ich fühle mich schrecklich so zu denken. Er hat nun soo viele Kontakte zu anderen Veteranen, keinem geht es besser als ihm.. alle bewundern ihn, dass seine Ehe hält und ich ihm beistehe.. aber tue ich das noch?
´Bin ich nicht nur zu feige für eine Trennung? Wenn ich 75 % arbeite und Lohnsteuerklasse 2 habe, dann reicht es knapp zum überleben für mich und die Kinder.. ja ich hab das alles nachgelesen. Ich habe sogar nach Wohnungen geguckt.. aber die Kinder aus ihrem Umfeld reißen? Sie haben so viel mitgemacht, sich grade erst wieder ein wenig gefangen.... natürlich,eine traurige Mutter und ein kranker Vater ist auf Dauer auch kein schönes Umfeld, das weiß ich auch... aber Scheidungskind zu sein ist ein LEben lang gestraft.. das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Würde er sich überhaupt um die Kinder kümmern.. vermutlich würde er erst seine Krankeit und dann die Arbeit vorschieben.. würde ich ihm die Kinder in dem Zustand überhaupt anvertrauen? Wir wissen beide, dass es eine Entscheidung für den Rest des LEbens der Kinder ist, wenn wir uns trennen... ist es das, was uns abhält?
Will er überhaupt noch? Liebt er mich überhaupt noch, oder verharrt er neben mir, weil er zu feige ist, tschüß zu sagen?
Er hat nun eine neue Therapeutin... Therapieansatz klappe die 4. Es passt sehr gut, das sagt er nun zum 3. mal... ich hoffe sehr, dass es ihm hilft und mir endlich last von den Schultern nimmt. Zuerst sollen seine Ängste angegangen werden... das ist akut. Ich befürchte leider, dass die Ehe inszwischen genau so akut ist. Eigentlich würde ich mir auch gern Hilfe holen, ich zögere wegen der Belastung mit Kindern, Haushalt, Job, Studium, Hund und krankem Mann. Und dann möchte ich mein Studium ja noch abschließen... kann ich da noch mehr bewältigen. Ich bin mir absolut sicher, dass ich mit den Kindern in absehbarer Zeit allein da stehen werden, entweder weil mein Mann stationär geht, wir uns trennen oder er sich umbringt. Auf jeden fall gehts dabei um ihn.
Ostern ist die Buchvorstellung, die beduetet mir sehr viel. Eigentlich wollten wir zusammen hin, aber er schwankt, weil es ihm vielleicht zu anstrengend wird.... es geht um ihn, nicht um mich. Es geht immer um ihn, nie um mich. Ich möchte weg, einfach weg von hier und den ganzen Erinnerungen...
Arbeiten könnte ich zr Zeit fast überall, aber wenn ich gehe, dann geht er nicht mit. Seine Burg ist das Haus...
Was tue ich nur... ? Bleibe ich im Schatten eines kranken Mannes nur um die Ehe für die Kinder zu retten? Und da drehen sie sich wieder im Kreis, die blöden Gedanken. Und ich weiß genau, heute nachmittag kommen die Kinder nach Hause und ich werde funktionieren.. und heute abend kommt mein Mann nach hause und ich werden den arsch zusammen kneifen und funktionieren.....
Ich werde unseren Alltag meistern, meine Probleme allein klären und jedem , der es wagt kritisch zu fragen kampfbereit gegenüber stehen.
Ich mag mich nicht mehr und mag mich so nicht mehr sehen .. auch nicht hören ...
Ich will wieder ICH sein, lachen und Spaß haben, Leben und meine Träume leben.... wie ich es mir seit meiner Jugend vorgenommen habe...
Erst hatte ich den Beitrag heute "Leer" genannt... ich werde ihn umbennen.. ich "ich"... denn, wenn schon keiner nach mir fragt, oder sich um mich kümmert, dann sollte wenigstens ich das an dieser Stelle tun.. danke fürs zuhören!
Ich will endlich wieder leben!
Alles dreht sich nun noch um ihn, jede Frage nach "Wie geht es dir" muß ich mit einen naja beantworten. Immer wieder kann ich nur sagen, dass es gute und schlechte Tage gibt, und mit jedem schlechten Tag reißt es mich ein wenig tiefer. Mir fehlt immer mehr die Kraft, woher soll ich auch neue aufbauen? Fortschritte sehe ich nicht, an der Arbeit nörgelt er nur rum. Die Tatsache, das Beruf und Hobby gleichermaßen gestrichen sind macht ihn fertig, jeden Hinweis auf neue Hobbys ignoriert er. Neuerdings hat er sich in den Kopf gesetzt, bei einer veränderten politischen Lage nochmal für die Demokratie zu kämpfen. Kämpfen für Demokratie.. er kämpft nicht für sein eigenes LEben, nicht für sich, für uns als Familie, als Paar oder für seine Kinder... aber fürs Vaterland... ich weiß nicht ob kotzen oder heulen die bessere Reaktion ist. Ich bin wütend, ja! Und endtäuscht. Alles was wir jemals für ihn waren steht grad hinter dem Scheffel der Bundeswehr. Er hat einen Antrag auf Wiedereinstellung gestellt und es geht nun etwas vorran.. ich gehe davon aus, dass er seine Arbeitsstelle aufgeben wird und spätestens im April, Mai nächsten Jahres wieder beim Bund ist.
Es scheint wie eine Droge zu sein, PSychologen nennen es Stockholm Syndrom, meine ich.. ich muß es mal googeln... der Schänder steht auf einmal als der große Retter da. Alles wird in seinen Augen wieder gut, wenn er im Schoß der Bundeswehr zurück ist. Die haben ihm die Mutti ersetzt und jetzt, wo jemand von ihm verlangt eigenständig zu sein, muß er zurück in Muttis Schoß. Ich fühle mich schrecklich so zu denken. Er hat nun soo viele Kontakte zu anderen Veteranen, keinem geht es besser als ihm.. alle bewundern ihn, dass seine Ehe hält und ich ihm beistehe.. aber tue ich das noch?
´Bin ich nicht nur zu feige für eine Trennung? Wenn ich 75 % arbeite und Lohnsteuerklasse 2 habe, dann reicht es knapp zum überleben für mich und die Kinder.. ja ich hab das alles nachgelesen. Ich habe sogar nach Wohnungen geguckt.. aber die Kinder aus ihrem Umfeld reißen? Sie haben so viel mitgemacht, sich grade erst wieder ein wenig gefangen.... natürlich,eine traurige Mutter und ein kranker Vater ist auf Dauer auch kein schönes Umfeld, das weiß ich auch... aber Scheidungskind zu sein ist ein LEben lang gestraft.. das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Würde er sich überhaupt um die Kinder kümmern.. vermutlich würde er erst seine Krankeit und dann die Arbeit vorschieben.. würde ich ihm die Kinder in dem Zustand überhaupt anvertrauen? Wir wissen beide, dass es eine Entscheidung für den Rest des LEbens der Kinder ist, wenn wir uns trennen... ist es das, was uns abhält?
Will er überhaupt noch? Liebt er mich überhaupt noch, oder verharrt er neben mir, weil er zu feige ist, tschüß zu sagen?
Er hat nun eine neue Therapeutin... Therapieansatz klappe die 4. Es passt sehr gut, das sagt er nun zum 3. mal... ich hoffe sehr, dass es ihm hilft und mir endlich last von den Schultern nimmt. Zuerst sollen seine Ängste angegangen werden... das ist akut. Ich befürchte leider, dass die Ehe inszwischen genau so akut ist. Eigentlich würde ich mir auch gern Hilfe holen, ich zögere wegen der Belastung mit Kindern, Haushalt, Job, Studium, Hund und krankem Mann. Und dann möchte ich mein Studium ja noch abschließen... kann ich da noch mehr bewältigen. Ich bin mir absolut sicher, dass ich mit den Kindern in absehbarer Zeit allein da stehen werden, entweder weil mein Mann stationär geht, wir uns trennen oder er sich umbringt. Auf jeden fall gehts dabei um ihn.
Ostern ist die Buchvorstellung, die beduetet mir sehr viel. Eigentlich wollten wir zusammen hin, aber er schwankt, weil es ihm vielleicht zu anstrengend wird.... es geht um ihn, nicht um mich. Es geht immer um ihn, nie um mich. Ich möchte weg, einfach weg von hier und den ganzen Erinnerungen...
Arbeiten könnte ich zr Zeit fast überall, aber wenn ich gehe, dann geht er nicht mit. Seine Burg ist das Haus...
Was tue ich nur... ? Bleibe ich im Schatten eines kranken Mannes nur um die Ehe für die Kinder zu retten? Und da drehen sie sich wieder im Kreis, die blöden Gedanken. Und ich weiß genau, heute nachmittag kommen die Kinder nach Hause und ich werde funktionieren.. und heute abend kommt mein Mann nach hause und ich werden den arsch zusammen kneifen und funktionieren.....
Ich werde unseren Alltag meistern, meine Probleme allein klären und jedem , der es wagt kritisch zu fragen kampfbereit gegenüber stehen.
Ich mag mich nicht mehr und mag mich so nicht mehr sehen .. auch nicht hören ...
Ich will wieder ICH sein, lachen und Spaß haben, Leben und meine Träume leben.... wie ich es mir seit meiner Jugend vorgenommen habe...
Erst hatte ich den Beitrag heute "Leer" genannt... ich werde ihn umbennen.. ich "ich"... denn, wenn schon keiner nach mir fragt, oder sich um mich kümmert, dann sollte wenigstens ich das an dieser Stelle tun.. danke fürs zuhören!
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